✓ dass Sättigung und Zufriedenheit nicht davon abhängen, was oder wie viel Sie essen, sondern einzig davon, wie Sie essen

✓ dass Ihr Körper genau weiß, was Sie brauchen und Sie sich auf seine Signale verlassen können.

Die Praxis des achtsamen Essens ist eine einfache Methode, seine Nahrung im Hier und Jetzt zu genießen und mehr Leichtigkeit zu entwickeln – nicht nur auf der Waage, sondern auch im Herzen.

Durch achtsames Essen und viele ergänzende Achtsamkeitsübungen, die Sie in einem 5-Wochen-Programm konkret umsetzen können, werden Sie erkennen,

MBSR Achtsamkeitstrainer, Meditationslehrer, Autor

Haben Sie genug von Diäten, Ernährungstabellen und dem ewigen Kampf gegen überflüssige Pfunde? Sehnen Sie sich nach einem intelligenteren, sanfteren Weg zu mehr Leichtigkeit und Wohlbefinden? Diesen Weg gibt es: Es ist der Weg der Achtsamkeit.

„Das Ziel der Achtsamkeit ist inneres Gleichgewicht. Idealgewicht ist nur eine erfreuliche Nebenwirkung.“

✓ dass der Hunger nach Leben sich nie durch Nahrung, sondern nur durch bewusstes Handeln (und Essen) stillen lässt

Dipl. Oecotrophologin, Dozention, PI-Coach

  • Noch bevor Sie zu essen beginnen, sollten Sie sich folgenden Fragen stellen: „Würde ich mich vielleicht rundum wohler fühlen, wenn ich weniger essen würde?“ „Ist es mir im Augenblick möglich, die Menge zu reduzieren, indem ich achtsamer esse und meine Achtsamkeit ganz auf das Genießen lenke?“
  • Immer dann, wenn Sie sehr große Mengen essen, also etwa mitten in einem Fressanfall, sollten Sie sich selbst beobachten. Können Sie womöglich einen inneren Mangel entdecken, den Sie durch Nahrung füllen wollen? Fühlen Sie sich gestresst, sind Sie einsam, frustriert oder gelangweilt? Sie müssen dabei nichts verändern. Nehmen Sie nur achtsam wahr, was in Ihnen im Augenblick vor sich geht.
  • Um wahrnehmen zu können, wie viel Sie wirklich brauchen, sollten Sie langsam essen und kleine Pausen einlegen. Ein einfacher Trick: Legen Sie das Besteck nach jedem Bissen ab, statt sich eine Gabel nach der anderen aufzuhäufen.
  • Ist es wirklich Hunger, oder ist es eher die Gier, die Sie essen lässt? Allzu leicht, kann sich das eine in das andere verwandeln. Dann essen wir weiter, obwohl unser Körper eigentlich schon satt wäre. Doch auch hier geht es nicht darum, sich zu verurteilen. Vielmehr besteht die Herausforderung darin, achtsam wahrzunehmen, an welchem Punkt sich unser Hunger möglicherweise in Gier verwandelt.

Wichtiger als das, „was“ wir essen, ist „wie“ wir essen – in welcher Verfassung unser Geist also während der Mahlzeiten ist. Achtsamkeit richtet das Hauptaugenmerk darauf, in welcher Stimmung, mit welchen Gedanken und Gefühlen und in welchen Situationen wir essen (oder auch zu viel essen). Dabei erkennen wir, ob und inwiefern belastende Stimmungen unser Essverhalten negativ beeinflussen – was leider oft der Fall ist.

In unserer Überflussgesellschaft stellen wir uns selten die Frage, wie viel wir eigentlich wirklich brauchen, um uns wohl zu fühlen. Das gilt natürlich auch beim Essen. Die folgende, einfache Methode kann Ihnen helfen, vor oder während der Mahlzeiten einmal in sich hinein zu spüren und die Achtsamkeit auf die Frage zu richten, ob weniger nicht manchmal mehr wäre und ob das, was Sie essen (möchten) auch wirklich das ist, was Sie brauchen.

In unserer zivilisierten Welt ist Einkaufen oft eine sterile Angelegenheit geworden. Viele Menschen haben den Bezug zu Ihrer Nahrung längst verloren. Kürzlich zeigte eine Mal-Aktion in bayerischen Kindergärten, dass jedes dritte Kind Kühe nicht etwa braun oder schwarz, sondern lila malte. Viele Kinder wissen weder, woher die Milch im Tetrapak stammt noch, dass Pommes frites etwas mit Kartoffeln zu tun haben. Auch wenn das recht erheiternd ist – Hand aufs Herz: Sind Sie sich wirklich vollkommen bewusst darüber, dass die Nahrung, die wir täglich essen, uns mit unzähligen Menschen, Pflanzen und Tieren verbindet? Was immer Sie auch essen – ob Dosenananas, Schokolade oder Knäckebrot: Nichts davon wächst im Supermarktregal. Die nächste Übung dient dazu, das, was uns vom Verstand her sicher klar sein dürfte, auch im Herzen zu spüren – dass unsere Nahrung nämlich aus der ganzen Welt zu uns kommt und uns mit allem Leben verbindet. Und dass unzählige Hände nötig waren, bis wir eine so banale Sache wie eine Tasse Cappuccino serviert bekommen können.

Trotz Diäten kein langfristiger
Erfolg beim Abnehmen? Das ist
kein Grund zum Frust, sondern ganz normal. Deutlich vielversprechender sind Achtsamkeitsübungen, die zu mehr Entspannung, Genuss, einem gesunden Verhältnis zum Essen helfen und so auf lange Sicht zum Wunschgewicht führen.

Achtsam zu sein bedeutet nicht, sich für sein Verhalten zu verurteilen oder gar ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Es ist ganz natürlich, dass wir versuchen, unsere Sehnsucht zu stillen. Achtsamkeit fordert uns jedoch dazu auf, uns selbst genau zu beobachten. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Nachsicht und Mitgefühl. Falls wir dabei erkennen, dass unsere äußere Fülle etwas mit einer inneren Leere zu tun hat, dann ist auch das eine Form der Achtsamkeit.
Achtsam zu werden heißt einfach nur, dass wir in einem dunklen Zimmer ein Licht anzünden. Ganz gleich, wie lange wir schon in der Dunkelheit gestanden sein mögen: Ein einziges Streichholz genügt, um die Orientierung wiederzugewinnen.

Achtsam zu sein ist an sich sehr leicht. Achtsamkeit ist die Kunst, sein Bewusstsein ganz und gar auf das Hier und Jetzt zu lenken. Wer genau da ist, wo er gerade ist und genau das tut, was er gerade tut (zum Beispiel essen), der ist achtsam. Es geht also darum, seine Aufmerksamkeit gezielt darauf zu lenken, was geschieht, während es geschieht. Und im Mittelpunkt unserer achtsamen Aufmerksamkeit stehen wir selbst: unser Körper, unsere Gefühle und Gedanken.

Dies ist eine gute Nachricht für alle, denen daran gelegen ist, in ihrem Leben positive Veränderungen zu bewirken. Und es ist natürlich auch eine gute Nachricht für Menschen, die unter Übergewicht leiden und nach einer sinnvollen, intelligenten Möglichkeit zum Abnehmen suchen.

  • zu viel essen
  • zu oft und zu oft zwischendurch essen
  • zu schnell essen